"Kirchen erzählen vom Glauben – diese Kirche in Fraurombach auf unverwechselbare Weise." (Zitat aus dem Besucherbuch der Kirche vom 30.08.2003)
 

Zur Geschichte von Fraurombach

Als Bonifatius im Sommer des Jahres 743 n. Chr. seinen Schüler Sturmius aussandte, damit dieser im buchonischen Urwald einen geeigneten Bauplatz für eine Klosteranlage erkunde, erreichte der junge Gottesmann mit seinem Gefährten "einen Ort, der Ruhenbah genannt wurde und der ihnen zum Aufenthalt der Diener Gottes geeignet erschien." Dieser Ort Ruhenbah war das heutige Dörfchen Fraurombach im Schlitzerland. Dort war Sturmius also an Land gegangen. Anfangs fanden er und seine Begleiter den Ort geeignet für den Klosterbau, bekamen dann aber doch Zweifel, ob der Platz allen Anforderungen entsprechen würde. Tatsächlich wurde das Kloster dann stattdessen in Fulda errichtet. In diesem Zusammenhang, nämlich in Eigils Vita Sturmii, fand der Ort mit dem Namen Ruhenbah erstmals urkundliche Erwähnung. Im heutigen Fraurombach wurde zu einem späteren Zeitpunkt eine Kapelle erbaut. Diese Kapelle wurde im Jahr 1345 zu Ehren der Mutter Gottes (zu unserer lieben Frau) schließlich zur eigenständigen Pfarrkirche erhoben. Aus dem Kirchentitular entwickelte sich der Ortsname Fraurombach, der im Jahr 1470 zum ersten Mal auftauchte.
 

Das Kirchengebäude

Das romanische Langhaus des Kirchengebäudes wurde wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts erbaut. In gotischer Zeit wurde ein Rechteck-Chor angeschlossen und ein gotischer Spitzbogen als Triumphbogen eingezogen. Später ergänzte man die Sakristei und das Fachwerkobergeschoss (Anfang des 17. Jahrhunderts). Im 18. Jahrhundert wurden die Fenster vergrößert sowie Emporen eingezogen.
Nachdem 1901 Reste der Wandmalereien entdeckt worden sind, hat man die Emporen gekürzt, um dann 1902 die Wandmalereien freizulegen und erstmals zu sichern. Der nun sichtbare Bildzyklus ist in drei Registern aufgebaut. Er befindet sich auf der Triumphbogenwand und auf jeweils zwei bis drei Metern der anschließenden nördlichen und südlichen Langhauswand.
 

Zitate aus dem Besucherbuch:

Großartiges in einer kleinen Kirche. (01.04.1993)

Ein gelungenes Potpourri von byzantinischer Geschichte und mittelalterlichem Märchengut. (21.05.1993)

Solche alten wertvollen Fresken zu erhalten, dafür sollte nichts zu schade sein. Wir sind überwältigt. (07.06.1993)

Ein wahres Kleinod diese Kirche – Stätte der Ruhe und der Hoffnung (05.03.1994)

Wir sind überrascht von der Qualität der Malereien. Hoffentlich bleiben sie noch lange sichtbar. (26.05.1998)

Der Weg war weit, doch er hat sich gelohnt. (02.05.1998)

Herzlich danken wir für die Öffnung dieser Kirche, die uns das Erlebnis eines einzigartigen Kunstwerkes ermöglichte. Mögen viele Menschen der Erhaltung der Fresken Hilfe bieten. (12.10.2001)

Ein Zufall führte uns her. Welch eine Entdeckung. Ein Kleinod ganz besonderer Art. (11.06.2002)

Auch im Kleinen kann man ganz unerwartet das Große finden! (19.06.2002)

Durch Zufall habe ich dieses Kleinod entdeckt. Ein wunderschöner Ort der Ruhe, Stille und um Gott ganz nahe zu sein. Schön, daß es so eine Oase des Friedens heutzutage noch gibt. Mit beruflichem Stress und Sorgen habe ich dieses kleine Kirchlein betreten, mit Frieden im Herzen habe ich diese verlassen. Das "kleine" Kirchlein ist etwas ganz besonderes, an das ich immer denken werde und wiederkommen werde. Dank an alle, die dieses kleine Kirchlein betreuen und für ihren Erhalt sorgen – sie geben so vielen Menschen, die hierher kommen etwas unbezahlbar Schönes für deren Herz und Seele. (24.06.02)

Kirchen erzählen vom Glauben – diese Kirche in Fraurombach auf unverwechselbare Weise. (30.08.2003)

Sehr beindruckend! Wir hoffen, daß eine glückliche Fügung die Restaurierung der Fresken doch noch ermöglichen wird. (29.05.2004)

Gott gebe, dass sich Menschen finden, die sich für den Erhalt des Kunstwerkes einsetzen und so neu zu Gebet und Stille führen. (01.06.2004)

Ihr lieben Schatzbewahrer, wie viele Generationen mit all ihrer Not, mit all ihrer Sehnsucht, mit all ihrer Hoffnung kann man hier spüren! (23.07.2005)

Ist es nicht wie ein Witz?
Alle Welt kennt nur Schlitz.
Doch gehst Du wahrer Kunst nach,
musst Du nach Fraurombach. (27.07.2005)
 
God is public and private. This "public" church gave me a sense of the "privacy" with God, the quietness with Him. Thank you. (September 2006)
 
Ach, wer doch das könnte: ins Herz der Frauen schau'n! (21.10.06)