"Wir hoffen, dass dieses wertvolle Kirchlein doch noch durch Helfer gerettet wird. Wir waren sehr beeindruckt".
(Zitat aus dem Besucherbuch der Kirche vom 17.06.04)

Zielsetzungen des Fördervereins

In Zeiten knapper Kassen können nicht mehr alle Aufgaben von der öffentlichen Hand und den kirchlichen Institutionen bestritten werden. Hier ist privates Engagement gefragt, um die Erhaltung wichtiger Kulturgüter sicherzustellen. Als gemeinnütziger Verein sind wir auf Spenden von Bürgerinnen und Bürgern angewiesen. Der Förderverein Fraurombacher Wandmalereien beteiligt sich finanziell an den Instandhaltungsmaßnahmen des Heraklius-Zyklus. Mit unserer Öffentlichkeitsarbeit haben wir außerdem dazu beigetragen, dass sich der Bekanntheitsgrad dieses Kunstdenkmales in den letzten Jahren sehr vergrößert hat. Ein weiteres Anliegen ist uns, dass die Wandmalereien in angemessener Weise präsentiert werden. Aber vor allem erhalten wir mit großer Regelmäßigkeit Anfragen von Gruppen, die Interesse an einer Führung in der Kirche haben. Diesem Wunsch kommen wir gerne nach.
 

Dringend notwendige Maßnahmen zum Erhalt der Wandmalereien

Im Juni 2005 wurde der Zustand der Wandmalereien vom Atelier für Konservierung und Restaurierung Pracher begutachtet. Aufgrund des Ergebnisses dieser Untersuchung sollte "eine ganzheitliche Oberflächenkontrolle mit anschließender Staubabnahme, Konsolidierung der lockeren Putzstellen, Auskittung der verloren gegangenen Putzstücke und Risse sowie einer Retusche von farblich störenden Gebrauchsspuren im unteren Wandbereich" (Zitate aus dem Untersuchungsbericht Pracher 2005) vorgenommen werden.
 

Die aufliegende Staub- und Schmutzschicht sollte nicht nur aus ästhetischen Gründen, sondern vielmehr aus konservatorischen Gründen entfernt werden, da "in der Staubschicht Wasser der Raumluft angelagert wird und so schädliche Reaktionen mit der originalen Oberfläche entstehen können. Nicht verfüllte Fehlstellen im Putzgefüge bieten neue Auflageflächen für Staub und können bei der natürlichen klimatischen Interaktion zwischen Oberfläche und Raumluft weitere, tiefer eindringende Schadensphänomene hervorrufen." Diese vorgesehenen Arbeiten sollten im August und September 2006 durchgeführt werden. Dazu wurde eine erste Sondierung aller Hohlstellen und Verluste im Putz durchgeführt, die ein neues, gravierendes Schadensbild offengelegt haben. Im oberen Bereich der Ostwand wurde ein starkes Rissnetz mit großflächigen Putzhohlstellen festgestellt. "Die durch das Rissnetz segmentierten Hohlstellen innerhalb des Putzschichtgefüges stellten eine große Substanzgefährdung dar. Einzelne Putzstücke mittlerer sowie großer Fläche besaßen nur noch Halt durch Eigenspannung. Lockere sowie federnde Putzschichten waren im gesamten Bereich des Rissnetzes zu erkennen."(Auszug Maßnahmebericht Pracher 2006)
Vorsitzende Margit Krenn im Gespräch mit den Restauratoren Peter und Georg Pracher  
Aufgrund des neu vorgefundenen Schadensbildes wurde die auf den Zeitrahmen einer Woche festgelegte Maßnahme umgestellt. Primäres Ziel war es nun, verlustgefährdete Putzschichten zu sichern und zu festigen. So wurden substanzgefährdete Partien beispielsweise durch Hinterspritzen mit Injektionsmörtel punktuell gesichert. Allerdings konnten weniger gefährdete Hohlstellen nur dokumentiert und nicht gesichert werden. Schon zu diesem Zeitpunkt war klar, dass eine vollständige Sicherung aller Schadensstellen bald in Angriff genommen werden musste, um weitere Verluste an den Wandmalereien zu verhindern.Um die klimatischen Bedingungen für den Erhalt der Wandmalereien zu verbessern, gibt es Vorplanungen für eine neue Beheizung und daran gekoppelte Raumklimamessung in der Kirche.

Hinterspritzung der Südseite der Ostwand

 
An der im September 2006 durchgeführten konservatorischen Maßnahme an den Wandmalereien konnte sich unser Förderverein finanziell beteiligen. Allen Spendern sei an dieser Stelle ausdrücklich gedankt!

Um den Besuchern der Kirche den Bildzyklus leichter zugänglich zu macheu, konnten wir außerdem eine konservatorisch sinnvolle Beleuchtung installieren. Dies wurde durch sachgebundene Geldspenden und die Tatkraft des Geschäftsführers der E.M.K GmbH, Herrn Peter Krug, ermöglicht. Auch bei diesen Spendern möchten wir uns herzlich bedanken!

Aktuelles

Der Förderverein setzt sich weiterhin für die Erhaltung des Heraklius-Zyklus ein und wird weitere konservatorische Maßnahmen begleiten und nach Möglichkeit unterstützen. Auch das Interesse an Führungen und Informationsmaterial über die Kirche ist ungebrochen. Darüber freuen wir uns sehr und können ihm jetzt noch besser entgegenkommen, denn seit 2009 bieten wir einen Kunstführer mit umfangreichem Bild- und Textmaterial zum Kauf an. Er kann direkt in der Kirche, im Dorfmuseum und in der Buchhandlung Zuber in Schlitz sowie über die Homepage erworben werden.